Bremens Davie Selke bleibt Thema

Der DFB kann auf einen erfolgreichen Fussballsommer 2014 zurückblicken: nicht nur die WM in Brasilien wurde gewonnen, auch die U19 wurde kurze Zeit später Europameister.

Der Torschützenkönig der U19-EM kommt ausgerechnet von Werder Bremen: Davie Selke.

Selke gilt in Bremen als Talent, hat sich aber bei den Profis noch nicht durchsetzten können und fristete sein Dasein bisher in Bremens U23 Mannschaft ab. Werder Manager Thomas Eichin stellte noch im Laufe dieser Woche klar: Selke sei unverkäuflich!

Doch ob Selke ob seines Erfolges eine Rolle spielt in den Planungen von Trainer Dutt und Manager Eichin ist fraglich. Werder ist laut Eichin auf der Suche nach einem weiteren Stürmer, welcher bezahlbar ist und die Mannschaft auch wirklich verstärkt. Anfang August hatte Trainer Dutt geäußert, dass er Selke gerne langfristig halten wollen würde „um die Früchte zu ernten“. Selkes Perspektive 2014 bei Werder: dauerhaftes Training bei den Profis mit der Chance auf den 18er-Kader bei den Spielen – und Abstellungen zur U 23, um Spielpraxis zu sammeln. Ob Selke das ausreicht bleibt abzuwarten.

Dennoch will Eichin an Selke festhalten und ist sich auch bewusst, dass nun natürlich ein recht großes Interesse am jungen Sturmtalent besteht.

Selke, Jahrgang 1995, ist gelernter Mittelstürmer. Werder ist sein neunter Verein. Selke spielt seit der U16 als Jugendnationalspieler, während seiner Zeit in der U19 spielte er bisher 15 Mal und erzielte dabei 14 Tore.

Mitte Dezember 2013 machte Selke zusammen mit Clemens Fritz Negativ-Schlagzeilen, als beide im Training handfest aneinander gerieten. Zu der Zeit steckte Werder form- und tabellentechnisch in einer fast schon obligatorischen Winterkrise. In Werders erster Garde versuchten sich zu der Zeit u.a. Stürmer wie Petersen, Di Santo, Akpala oder Kobylanski. Am ehesten gesetzt scheinen Di Santo und Petersen, wobei die beiden auch nicht gerade als „Torfabrik“ der Bundesliga gelten. Akpala steht zudem vor einem Wechsel zu Karabükspor aus der Türkei.

Für Selke dürfte die o.g. Perspektive inkl. der Tatsache, dass Dutt neben Selke, Petersen und Di Santo noch einen real verstärkenden Stürmer sucht nicht gerade umwerfend motivierend wirken, sich ausgerechnet bei Werder fest in die erste Mannschaft zu spielen, wenn Gerüchte besagen, dass bereits Interesse aus England besteht.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die „Causa Selke“ entwickelt.

Herzliche Grüße

Jan

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5 Gedanken zu “Bremens Davie Selke bleibt Thema

  1. Unglaublich! Ich empfinde den Werder Sturm als echten Schwachpunkt bei den grün-weißen. Warum gerade da solch ein Talent aus den eigenen Reihen anscheinend keine „echte“ Chance bekommt, ist mir unbegreiflich. Hoffen wir mal das Beste für Selke.

    Danke Jan 😉😀

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  2. Interessanter Beitrag. Meiner Meinung nach besteht bei Werder ein Problem im kreativen Mittelfeld. Zudem sind die Außenverteidiger zu schwach um die Stürmer mit Flanken zu versorgen. Ich behaupte das dort Bremens Schwäche liegt.

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  3. Die Lage ist ein wenig verquert.
    Meines Wissens läuft sein Vertrag nur bis 2015 – eine schnelle Entwicklung Selkes im Profibereich wäre Segen und Fluch für Werder zugleich: Einerseits bietet man dem Spieler selbst ein ruhiges, vertrautes Umfeld zum Abruf guter Leistungen, andererseits wären bei eben diesen Leistungen aufgrund der momentanen Situation Bremens, (sportlich wie auch finanziell) andere Vereine in guter Position, diesen Spieler günstig in der Ablösesumme zu erwerben (Selke selbst könnte sich sicherlich über ein nettes signing fee freuen).
    Letztendlich bin auch ich auf seine Saison gespannt, der Sprung aus den U-Mannschaften in den Profikader ist nicht klein, wird aber durch Talent und Willen doch extrem vereinfacht. 🙂

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    • Ich habe ganz bewusst von der Meldung Abstand genommen, dass bei Selke eine dubiose Vertragsklausel zwecks Vertragsverlängerung bestehen soll. Dies sind Interna, die schlecht nachzuvollziehen sind.

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  4. Der Junge hat während der U19 EM richtig Spaß gemacht und sollte in jedem Fall ein paar Bundesligaminuten für Werde bekommen. Nur so kann man ihn an die Mannschaft heranführen, einbinden und für längere Zeit binden. Der Spieler muss sich einfach wohl fühlen und Vertrauen vom „oben“ bekommen.
    Sieht ja fast so aus, als würde auch in der Bundesliga verstärkt Jagd auf junge Talente gemacht. Als Gladbacher kennt man das. Stichwort Sinan Kurt. Keine Bundesligaminute auf dem Buckel aber Ansprüche stellen und zu den Bayern wechseln wollen.

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