SpVgg Greuther Fürth – Historie und aktuelles

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Die SpVgg entstand aus der Fusion aus zwei Vereinen, dem TSV Vestenbergsgreuth und der SpVgg Fürth zu einer Zeit, in der der eine Verein finanziell am Boden war (Fürth) und der andere nicht die Massen begeisterten konnte.

Einzig der überraschende Erfolg im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München ist es zu verdanken, dass der Verein Vestenbergsgreuth überhaupt außerhalb von Franken bekannt wurde. Die SpVgg Fürth hingegen konnte mit drei gewonnenen Meisterschaften vor dem zweiten Weltkrieg einen in Deutschland doch überregionalen Ruf hinter sich vereinigen, hatte jedoch eine sportlichen Misere mit dem Tiefpunkt Landesliga. Viele Fürther verstanden die Vereinspolitik nicht mehr und haben den Rücken der SpVgg zugewandt.

Nach der Zusammenlegung übernahm der Tee-Baron Helmut Hack das Ruder bis zum heutigen Tag. Unter ihm wurde der altehrwürdige Ronhof, ein Stadion, welches in ein Wohngebiet eingepflegt wurde, bundesligatauglich gemacht. Der Start war geglückt.

Doch wie sollte ein kleiner Verein wie Fürth sich durchsetzen gegen die großen übermächtigen Vereine in Bayern? Es gab keine große Firma, die nicht schon beim FC Bayern München, dem TSV 1860 München oder dem 1. FC Nürnberg eingestiegen war. So angelte man sich Quelle, ein mittelständisches Unternehmen, das auch schon bessere Zeiten sah. Dazu wurde der Ronhof als erstes Stadion in Deutschland vermarktet, das Playmobilstadion war geboren.
Dennoch konnte man noch nicht im Ansatz mit den größeren bayrischen Vereinen mithalten.

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Helmut Hacks Ansatz daher: Die Jugendförderung war der billigste Weg eine Mannschaft nach eigenen Bedürfnissen selbst auszubilden. Daher wurde ein bis dahin großer Anteil des Etats, wie zB in Freiburg, in die Jugendabteilung gesteckt. Der DFB startete im Jahr 2002, nach dem blamablen Ausscheiden des DFB-Teams in der EM, das neue Jugendkonzept. Ein Jahr später fand sich die SpVgg mit der U19 in der Bundesliga wieder. Und kurze Zeit später spielte die U23 in der Regionalliga, somit höher als die erste Mannschaft während der Durstperiode Landesliga.

Dort durchwanderten viele Spieler, die heutzutage garnichtmehr mit der SpVgg in Verbindung gebracht werden, die Ausbildung, zB Heiko Westermann, ioannis amanatidis, Clemens Fritz, Sami Allagui, Stefan Reisinger, Geis, Nico Müller, Edgar Prib, Sercan Sararer,….
Viele Bundesligamannschaften profitieren von der Ausbildung in Fürth. Das geht sogar so weit, dass der Mainzer Manager Christian Heidel den Fürthern letztens ein ausgezeichnetes Zeugnis über die Medien ausstellte.

Ein geringer Anteil der Verkaufserlöse wanderte in den Kader zurück, der weitaus größere in die Infrastruktur. So wurde das Stadion erweitert, neue Trainingsplätze angelegt und der erste Campus eines Fußballvereins eingeweiht. Auch das Interesse der Fürther wuchs wieder und es drängten immer mehr zurück in den Ronhof, der bis vor kurzem den klangvollen Namen „Trolli-Arena“ trug.
Immer öfters tönt es durch den Lautsprecher das Stadion sei „ausverkauft“ – letztes Mal erst am 11.08. als das Kleeblatt Fürth im heimischen „Stadion am Laubenweg“, wie es derzeit heist, den ruhmreichen 1. FC Nürnberg mit 5:1 heimschickte.

Dennoch hat das Kleeblatt, welches im Übrigen vom Fürther Stadtwappen hergeleitet wurde, jährlich mit dem personellen Umbruch der Bundesligamannschaft zu kämpfen. Der Verein ist einer der gesündesten in Deutschland, so ist man zB Besitzer eines Festgeldkontos statt Schulden. Trotz des finanziellen „Aufstiegs“ hält Hack fest an seiner seit Anfang an gelebten Auffassung – junge Spieler ausbilden und bestmöglichst weiterzuverkaufen.

Sollte der Weg so erfolgreich weitergehen könnte das Kleeblatt Fürth nicht mehr nur Beobachter oder Gast der 1. Bundesliga werden, sondern über kurz oder lang sich in dieser Klasse halten. Und wenn nicht? Dann wird Hack schon dafür sorgen, dass in der zweiten Bundesliga die Erfolgsgeschichte weitergeht. Mit einer jungen Mannschaft, dynamischen offensiven Fussball, so wie wir ihn vom Kleeblatt kennen und lieben.

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