Werder Bremen: Ohne Moos nix los

Wir hatten gestern kein Geld, haben heute kein Geld und haben wahrscheinlich auch morgen kein Geld. (Robin Dutt, 22.08.2014)

Basta. Der Geldhahn ist zugedreht bei Werder Bremen. Pünktlich zum Start der neuen Bundesligasaison lässt Werder die Katze aus dem Sack und verkündet: Kein Geld vom Aufsichtsrat!

Damit ist vor dem ersten Bundesligaspiel von Werder Bremen gegen Hertha BSC Berlin klar, dass es effektive Verstärkungen vor allem im Sturm und im Mittelfeld auf Kosten des Eigenkapitals nicht geben wird. Noch vor ziemlich genau einem Monat hatte Trainer Robin Dutt noch gemahnt: „„Wenn wir die nächsten zehn Jahre 12. werden wollen, könnten wir ohne Verstärkungen auskommen“. Nun ist klar, dass daraus erst einmal nichts wird.

Was war geschehen? Jüngst diese Woche fand in Bremen eine Aufsichtsratssitzung statt, an der auch der Geschäftsführer Profifussball, Thomas Eichin, beteiligt war. Eichin warb hier für weitere Investitionen in den Kader, auch vor dem Hintergrund der Aktionen anderer Vereine. Doch der Aufsichtsrat sieht mittelfristig Werders Finanzsituation als drückender an, als Eichins Personalsorgen. Man entschied sich, den „Weg der Konsolidierung“ des Vereins weiterzugehen. Überhaupt war es Rund um diese besagte Sitzung zu Irritationen gekommen, weil Eichin über das öffentlich werden des Termins alles andere als „amused“ war. Zudem gab es wohl über die lokale Presse aus den Reihen des Aufsichtsrates anonyme Kritik an seinem Transferverhalten. Aufsichtsratschef Willi Lemke wollte zu diesem neuen Bremer Presse-Debakel keine Stellung beziehen und hüllte sich zuletzt in Schweigen. Besser so.

Und die Mannschaft? Die tut gut daran sich aus dieser Geschichte herauszuhalten und die Konzentration auf die eigenen Stärken und den kommenden Gegner zu richten. Zudem: Echtes Vertrauen seitens der sportlichen Leitung sieht ja wohl etwas anders aus. Leider hat auch Trainer Dutt mit seinem Statement Mitte Juli suggeriert: mit dieser Mannschaft reicht es nur für Platz zwölf! Dass es bei den Bremern noch nicht rund läuft hatte unlängst der glückliche 3:2 Erfolg (n.V.) in der ersten DFB-Pokalrunde gegen den TV Illertissen gezeigt. Zwar gab es in der Vorbereitung ein Weltraumspiel gegen Chelsea FC, doch anschließend verlor man das Testspiel gegen Hannover auf Grund einer unterirdischen Leistung.

Und meine Meinung dazu? Ganz ehrlich, Werder: geht’s raus und spielt’s Fussball!

Dass diese Mannschaft was bewegen kann, wenn sie zusammenhält und ihre Stärken abruft, das konnte man im Rückspiel der letzten Saison gegen Borussia Mönchengladbach bestaunen, als man nach starkem Kampf und mit Unterstützung des heimischen Publikums den mehr als verdienten Ausgleich erzielte. Für mich damals ein AHA!-Erlebnis der besonderen Art. Denn noch wenige Wochen zuvor war genau diese Mannschaft noch von Lokalpresse und Rundfunk auf Grund von mangelndem Teamgeist und Engagement regelrecht auseinander genommen worden.

Heute gegen Berlin gilt es sich auf die Stärken zu besinnen und gut zu spielen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

 

Jan

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