Pokerpartie um Petersen

scfHabemus Papam. Peterpam. Petersen. Für SC-Fans, die sich in Sozialen Netzwerken herumtreiben und generell Nachrichten und Gerüchte online aufsaugen, war es heute tatsächlich so, als würde weißer Rauch aufsteigen. Und ungefähr in der Größenordnung eines neuen Papstes ist, glaubt man den Reaktionen, auch die Meldung einzuordnen: Nils Petersen wechselt zum SC Freiburg. Nachdem der einst als Talentwunderstürmerhoffnung zum FC Bayern gekommene Petersen ja schon vergangene Saison für sechs Monate von Werder Bremen ausgeliehen war, unterzeichnet er nun einen offiziellen Vier-Jahres-Vertrag und macht im Breisgau weiter. Bei einem Zweitliga-Verein.

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Über die Physiognomie von Vereinsliedern

Fußballlieder fallen für mich unter zwei Kategorien: Die einen versuchen möglichst einfallsreich zu beschreiben, warum der eigene Verein besser, aufregender, liebenswürdiger und kultiger ist als alle anderen. Die anderen legen vor allem Wert darauf, dass man sie auch nach dem sechsten Bier noch fehlerfrei mitsingen kann. Was in einem überproportionalen Gebrauch von Worten wie „Tor!“, „Meister!“ oder „lalala!“ endet. Oder anders gesagt: Die Lieder der zweiten Kategorie sind im Grunde austauschbar – aber machen dafür umso mehr Spaß.

Interessanterweise haben die zwei deutschen Vereine, denen ich aktuell die Daumen drücke, jeweils sehr typische Vertreter einer dieser Kategorien. Also: Sezieren wir das aktuelle Vereinslied des SC Freiburg, und das Urgestein-Lied des SV Darmstadt. Und schauen wir, ob es einen Punktsieger gibt…

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Jean-Luc entdeckt Darmstadt 98

sv98 Ich bin ja prinzipiell der Meinung, dass es eine sinnvolle Idee ist, den Fußballclub am aktuellen Wohnort zu unterstützen, oder ihm wenigstens sympathisch gewogen zu sein. Egal, welche Liga. Solange man nicht in einer völlig seltsamen Stadt wohnt, sollte das bei gewisser Fußballbegeisterung auch völlig automatisch der Fall sein. Insofern: Ich bin und bleibe Freiburg-Fan. Aber ich wohne seit kurzem in Darmstadt. Und entdecke damit plötzlich einen Verein, vom dem ich, offen gestanden, vor einem Jahr wohl nicht mal genau hätte sagen können, in welcher Liga er spielt.

Insofern sind meine kommenden Blog-Beiträge über Darmstadt nicht die Beiträge eines Fans, der seinen Verein seit Jahren kennt, begleitet und dessen tiefste Geheimnisse kennt. Sondern es sind die Beiträge eines Fußballbegeisterten, der, ganz im Gegenteil, den Verein überhaupt nicht kennt.

Und insofern die Einladung an alle Leser, ihn gemeinsam zu entdecken.

Der Aufstiegskrimi

Ich bin wohl nicht der erste, der Darmstadt diese Saison „entdeckt“ hat. Darmstadt hat spätestens mit seinem Relegationsknaller gegen Bielefeld alles dafür getan, um flächendeckend entdeckt zu werden. Für alle diejenigen, die sich nicht für Relegation interessieren, oder im Mai schon im Sommerurlaub waren, hier noch einmal die kurze Zusammenfassung: Drittliga-Team Darmstadt verliert im Relegationshinspiel zu Hause mit 1:3 gegen die Zweitligamannschaft aus Bielefeld. Nun ist Bielfeld nicht irgend ein Verein, und Darmstadt, wohlgemerkt, hätte gerade mal ein Jahr zuvor noch aus der Dritten Liga absteigen müssen, wenn die Kickers aus Offenbach sich nicht aufgrund von Lizenzschwierigkeiten vorbeigedrängelt hätten. Insofern war nach dem Hinspiel klar: Aufstiegstraum, ade! Weiterlesen

Sascha Mölders Fußballgott

Jetzt wo das Transferfenster zu ist, traue ich mich, diesen Beitrag zu schreiben. Denn bis zum Ende der Frist hatte ich, ehrlich gesagt, große Angst, noch mehr Begehrlichkeiten zu wecken. Denn jeder, der Sascha Mölders einmal spielen gesehen hat, der wird ihn nie wieder vergessen. Und am Ende kauft ihn uns doch noch einer kurz vor knapp weg, bloß weil ich ihn hier in den Fußballhimmel direkt neben Pélé, Beckenbauer und Zidane schreibe!

Wir in Augsburg lieben unseren Sascha, auf dem Platz und daneben. Der Mann hat ein Herz, so groß wie ein ganzes Fußballstadion, und ist nie verlegen, es zu zeigen. Noch dazu ist er DER Stürmer für die wirklich wichtigen Tore beim FCA. Eine Auswahl gefällig? Weiterlesen