Erste Hilfe Maßnahmen beim Sport – Teil 1

Die Erste Hilfe bei Sportlern leisten ist keine Hexerei. Jeder der mal einen Erste-Hilfe-Kurs erfolgreich absolviert und die Grundlagen nicht vergessen hat, kann das. Natürlich unterscheiden sich Sportverletzungen abhängig von der Sportart. Jedoch bleibt die notwendige Erstversorgung, ebenso wie die bei Unfallverletzungen die gleiche, mit dem Unterschied das die Unfallstelle in der Regel nicht abgesichert werden muss.

Erste Hilfe auf dem Sportplatz ist weit mehr, als nur mit dem Eisspray auf den Platz zu laufen. Warum und wieso möchte ich in diesem und in meinen folgenden Blog-Beiträgen beschreiben.

Bevor die Erste Hilfe losgeht

Sportbetreuung braucht eine gewisse Vorbereitung, und die beginnt deutlich vor dem Anpfiff, spätestens mit dem Treffpunkt der Mannschaft.
Bei den beiden Mannschaften die ich mit betreue will unser Trainer zum Beispiel 1 1/4 Stunden vor Spielbeginn die komplette Mannschaft am Spielort zusammenhaben. Das heißt bei Auswärtsspielen dementsprechend früher.
Für mich bedeutet das, falls ich den einen oder anderen Spieler noch tapen muss, dass ich das vor der vereinbarten Uhrzeit erledigt haben sollte. Auch kommt es in einer gewissen Regelmäßigkeit vor, das am Spieltag zwei, drei Nachrichten oder Telefonanrufe kommen, wie: „Könntest Du kurz mal meine Leiste ansehen“, oder „Ich habe beim letzten Training einen Schlag gegen die Wade bekommen und die schmerzt immer noch“. Auch da versuche ich vor dem Treffpunkt zu helfen. Diese Dinge haben zwar unmittelbar nichts mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen zu tun, sollen aber verdeutlichen, dass man die Zeit, die man sich für die eigentliche Vorbereitung auf das Spiel vorgenommen hat, zu knapp sein könnte. Denn bevor man überhaupt zu seinem ersten Einsatz auf das Spielfeld gerufen wird hat die Arbeit längst begonnen. Das heißt aber auch: Wer seinen Betreuerkoffer und die Kühlbox kontrollieren und herrichten will, der sollte das vorher tun.
Ich handhabe das so, dass nach dem letzten Einsatz der Koffer sofort wieder mit den verbrauchten Materialien aufgefüllt und neues Eis „gemacht“ wird. Es könnte ja sein das beim Apotheker, oder Drogeriemarkt des Vertrauens nachbestellt werden muss.

Auf den Inhalt kommt es an

Jeder Betreuer oder Physiotherapeut hat seine eigenen Erfahrungen und Vorlieben mit den unterschiedlichsten Materialien. Deshalb ist meine Auflistung auch eine rein subjektive und erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Zum Beispiel ist meine Eisbox ist mit allem Notwendigen gefüllt, außer mit Wasser. Das wird erst erledigt, wenn die Mannschaft zum Aufwärmen auf den Platz geht. Bei Auswärtsspielen, vor allem in den Sommermonaten ist das sogar noch wichtiger. Es kann sogar sein, das ich eine zweite Kühlbox nur mit Eiswürfeln und eventuell mit Kühlaggregaten, oder ähnlichem mitnehme. Denn sobald Wasser in die Box kommt, geht die Temperatur ziemlich schnell nach oben, so dass dann bei Bedarf nicht mehr genügend Eis und kaltes Wasser zur Verfügung steht.

Meine subjektive Zusammenstellung der Kühlbox sieht wie folgt aus:

  • ein kleine Plastikflasche zu zwei Dritteln mit Eis gefüllt (als Ersatz für Kühlspray, oder zusätzlich)
  • ein großer Schwamm
  • jeweils eine vorgeschnittene Schaumgummiplatte für das Sprunggelenk und Muskelverletzungen
  • Elyth Fluid S
  • ein bis zwei unterschiedlich breite, elastische Binden
  • genügend Eiswürfel
  • Wasser

IMG_0977Wie diese Box zum Einsatz kommt und wie mit dem Inhalt richtig umgegangen wird, erkläre ich im kommenden Blog.

Sportmedizin – Und der Versuch sie zu thematisieren

Wie ich bei meiner Vorstellung schon angekündigt habe, möchte ich mit diesem Beitrag näher auf das Thema eingehen.

Was ich auf keinen Fall machen werde sind Ferndiagnosen stellen, Therapievorschläge machen, oder ähnliches. Denn Erstens steht mir das nicht zu und Zweitens bin ich kein Arzt! Ich werde auch keine Namen von Sportlern nennen, weder von denen die ich selber behandelt habe, noch mit denen ich unmittelbar zu tun hatte.

Wenn man sich näher mit diesem Thema beschäftigt, dann sehe ich grundsätzlich die Schwierigkeit darin, nicht ständig ins Fachchinesisch zu fallen und dennoch das Ganze verständlich und kurzweilig klingen zu lassen. Falls das also passiert, dann bitte ich um Handzeichen.

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